Gipser = Stuckateur?

Der Begriff Gipser bezeichnet von jeher die Bau-Handwerker, die mit Gips innen und aussen an Gebäuden verkleiden und gestalten (gipsen). Die Stuck- und Putzarbeiten, die von diesen Handwerkern durchgeführt werden, sind in der Regel in Kalk und Gips ausgeführt.

So war es durchaus üblich einen Stuckateurbetrieb als Gipsergeschäft zu bezeichnen.

Obwohl der Gipser bereits seit dem 15. Jahrhundert als Stuckateur bezeichnet wird, hat sich der Begriff des Gipsers bis heute gehalten.

Der Stuckateur

Das Wort Stuck stammt vom italienischen stucco ab. Es bezeichnet die plastische Ausformung von Gips- und Kalkmörteln auf verputzten Wänden und Decken. Von Italien aus verbreiteten diese Techniken sich über ganz Europa. Vor allem im Barock und dem Rokoko erlebten Stuckarbeiten in Europa ihre erste Blütezeit.

Heute

Die industrielle Entwicklung und gestiegene bautechnische Anforderungen haben in den letzten Jahrzehnten im Stuckateurhandwerk zu großen Erweiterungen des Berufsbildes geführt.

Zu den klassischen Tätigkeiten des Gipsers, dem Verputzen und Anfertigen von Stuckornamenten kamen neue Tätigkeiten hinzu.

Industriell vorgefertigte Elemente im Trockenbau, moderne Fließestriche, baulicher Wärmeschutz, Schimmelbekämpfung und -vermeidung, sowie Brand- und Schallschutz führten zu dem heute sehr umfangreichen Leistungsspektrum der Stuckateurfachbetriebe.

Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade